Lüftungsleitfaden

Räume „gesund“ und trocken zu halten will gelernt sein. Ebenso wie richtiges Lüften. Im Folgenden finden Sie deshalb Probleme und Tipps aufgelistet: Punkt für Punkt und Raum für Raum.

Zunächst Grundsätzliches:

Monate für Feuchte-/ Schimmelpilzprobleme sind die mit einem „R“ im Namen.

  • 1. Kochen, Waschen, Baden, dann Pflanzen, Aquarien, Verdunstungsbehälter an Heizkörpern:  Wasser und Wohnen gehören zusammen. Aber was zu viel ist, wird zu feucht. Deshalb: Kompromisse suchen und Feuchtequellen reduzieren, wo es geht.Wenn Unklarheit über die Feuchtebelastung besteht: Ein Hygrometer (gibt es im Baumarkt für ca. 15 € ) schafft sofort Klarheit. Zur Orientierung: Der Idealmesswert liegt bei 50% Luftfeuchtigkeit.
  • 2. Möblierung: Luftzirkulation ermöglichen. Deshalb sollten Möbel nach Möglichkeit Abstand zur Wand haben: zwei bis drei Zentimeter mindestens, besser fünf bis zehn Zentimeter. Vor allem an Außenwänden!
  • 3. Möbel: Wenn es möglich ist, sollte man sich für kleinflächige Möbel aus Massivholz entscheiden – am besten auf Beinen. Die üblichen Pressspanschränke sind zwar preiswerter: aber sie behindern die Luftzirkulation und können über ihre kunsstofffunierten Oberflächen keine Feuchtigkeit puffern.
  • 4. Heizen: Je größer und häufiger die Temperaturunterschiede innerhalb einer Wohnung, desto größer die Gefahr von Feuchteschäden. Umgekehrt gilt also: Temperaturschwankungen möglichst vermeiden, ungeachtet der Raumnutzung. Das funktioniert in der Praxis nicht perfekt, aber hier helfen schon Kompromisse: Alle Räume, auch selten oder tagsüber nicht genutzte sollten nie ganz auskühlen. Absenkungen der Temperatur sollten moderat ausfallen. Thermostate an Heizkörpern nicht mehr als um ein bis zwei Skaleneinheiten absenken.
  • 5. Lüften: Kippen verboten! Wohnräume sollten mindestens drei mal am Tag in den Genuss einer Stoßlüftung kommen, d.h. lüften bei vollständig geöffnetem Fenster. Die Lüftungsdauer sollte fünf bis fünfzehn Minuten betragen – je nach Außentemperatur (nicht nach Luftfeuchtigkeit draußen!). Je kühler es ist, desto kürzer darf die Lüftungsdauer sein!

    Testen Sie den Lüftungserfolg selbst – mit nackten Füßen (weil die sehr sensibel auf Temperaturveränderung reagieren). Öffnen Sie die Fenster. Nun stellen Sie sich im Raum dorthin, wo frische Luft erfahrungsgemäß zuletzt gelangt. Sie und Ihre Füße werden überrascht sein, WIE LANGE das tatsächlich dauern kann.